Warum kleine Floristen in Deutschland unter Vermittlersystemen leiden – und warum ProFlorist heute notwendiger ist denn je
Ich betreibe ein kleines Blumenfachgeschäft.
Keine Kette. Kein Franchise. Kein anonymer Lieferbetrieb.
Ein echtes Geschäft mit echten Kunden, echten Blumen – und echten Herausforderungen.
Über viele Jahre hinweg wurde Floristen gesagt, dass sie ohne große Vermittlungsnetzwerke nicht überleben können. Fleurop, Euroflorist und ähnliche Plattformen galten lange als ein „notwendiges Übel“.
Heute jedoch stellen sich immer mehr Floristinnen und Floristen eine berechtigte Frage:
Ist dieses Modell für kleine Floristikbetriebe überhaupt noch fair und wirtschaftlich sinnvoll?
1. Die drei strukturellen Probleme der Vermittlersysteme
1.1 Hohe Provisionen – kaum realer Gewinn
Die Zahlen sind in der Branche bekannt:
- 25–35 % Provision pro Auftrag
- zusätzliche Übermittlungs- und Servicegebühren
- teilweise jährliche Mitgliedsbeiträge
Auf dem Papier wirkt eine Online-Bestellung attraktiv.
In der Praxis bleibt nach Abzug aller Gebühren oft erschreckend wenig übrig.
Ein Satz, den man unter Floristen regelmäßig hört:
„Nach allen Gebühren bleibt fast nichts mehr übrig.“
Für kleine Betriebe bedeutet dieses Modell:
- hohe Arbeitsbelastung
- sinkende Margen
- fehlende finanzielle Planbarkeit
- kaum Spielraum für Wachstum oder Investitionen
Die Arbeit wird in der Floristik gemacht – der Gewinn entsteht woanders.
1.2 Hohe Standards – aber keine faire Vergütung
Vermittler verlangen Qualität, Einheitlichkeit und Zuverlässigkeit.
Das ist grundsätzlich richtig. Das Problem liegt in der fehlenden Relation zwischen Aufwand und Vergütung.
Gefordert werden:
- standardisierte Designs
- exakte Umsetzung der Produktbilder
- schnelle Lieferung
- telefonischer Kundensupport
- vollständige Reklamationsabwicklung
All das kostet Zeit, Fachwissen und Verantwortung.
Doch die Vergütung pro Auftrag bleibt meist gleich – unabhängig davon, wie komplex oder aufwendig das Arrangement ist.
Viele Floristen bringen es so auf den Punkt:
„Wir machen die Arbeit – sie bekommen das Geld.“
Die kreative Leistung wird normiert, aber wirtschaftlich nicht ausreichend anerkannt.
1.3 Zeitdruck, volle Haftung – aber kein Kundenkontakt
Ein weiteres zentrales Problem ist der fehlende direkte Kontakt zum Endkunden.
In klassischen Vermittlersystemen:
- kommuniziert der Florist nicht direkt mit dem Kunden
- bleibt die Verantwortung bei Reklamationen dennoch beim Floristen
- erscheint der Name des Blumenladens kaum oder gar nicht
Floristen liefern anonym.
Sie haften persönlich.
Aber sie bauen keine Beziehung, keine Marke und keine Kundenbindung auf.
Langfristig führt das zu:
- fehlender Wiedererkennbarkeit
- keiner Stammkundschaft
- schwacher regionaler Positionierung

2. Werden deutsche Floristen vom Online-Markt „erdrückt“?
Die ehrliche Antwort lautet: Nein – aber sie stehen unter dauerhaftem Marktdruck.
Die Realität sieht so aus:
- Über Jahrzehnte dominierten Order-Relay-Netzwerke wie Fleurop oder Interflora
- Heute drängen D2C-Plattformen (z. B. Blume2000, Bloom & Wild, FloraPrima) auf den Markt und umgehen lokale Floristen komplett
- Gleichzeitig senken Discounter wie Aldi, Lidl oder REWE kontinuierlich die Preise
Die Folgen:
- geringere Margen
- stärkere Konkurrenz
- das Gefühl, dass Vermittler den größten Teil des Profits abschöpfen
3. Die unbequeme Wahrheit: Floristen sind nicht am Ende
Trotz aller Herausforderungen gilt:
- Lokale Floristen haben weiterhin treue Stammkunden
- Events, Hochzeiten und Corporate-Aufträge bleiben profitabel
- Qualität, Beratung und Individualität werden nach wie vor geschätzt
Unter massivem Druck steht vor allem der Bereich der schnellen Online-Blumenlieferung.
Nicht, weil Floristen das nicht leisten könnten,
sondern weil das zugrunde liegende Vermittlungsmodell wirtschaftlich nicht mehr ausgewogen ist.
4. Warum ProFlorist anders ist – und warum das entscheidend ist
ProFlorist setzt genau dort an, wo das bestehende System nicht mehr funktioniert.
Aus Sicht eines kleinen Floristikbetriebs bedeutet ProFlorist:
- 0 % Provision auf Bestellungen
- keine Umsatzbeteiligung
- ein klarer Monatsbeitrag ab 29 €
- direkte Zahlung vom Kunden an den Floristen
- kein Zwischenhändler, keine Verzögerungen, kein Abhängigkeitsverhältnis
Das Ergebnis:
- der Umsatz gehört vollständig dem Floristen
- der Cashflow ist sofort und planbar
- keine Vorfinanzierung großer Netzwerke aus eigener Tasche
Darüber hinaus bietet ProFlorist konkrete, praxisnahe Funktionen:
- Möglichkeit, Bestellungen an andere Floristen im Netzwerk weiterzuleiten und selbst Aufträge aus ganz Deutschland zu erhalten
- Mehr Umsatz, ohne die Kontrolle über Preise und Einnahmen zu verlieren
- Zentrales Auftragsmanagement
- Rechnungsstellung
- Waren- und Lagerverwaltung
- Organisation aller Abläufe direkt über das Smartphone
Der Florist ist kein anonymer Erfüllungsgehilfe mehr, sondern ein sichtbarer, gleichwertiger Partner.

5. Keine Revolution – sondern eine notwendige Korrektur
ProFlorist verspricht keine Wunder.
Es ersetzt keine Stammkunden und keine Eventarbeit.
Aber es bietet genau das, was der Markt heute dringend braucht:
- ein faires digitales Modell
- ohne Provisionen
- ohne anonyme Abwicklung
- ohne verdeckten finanziellen Druck
Für kleine Floristen bedeutet das:
nicht mehr gegen ein System zu arbeiten,
sondern mit einem System, das ihre Arbeit respektiert.
Stimme aus der Praxis – Ioana Dosinescu, Mitgründerin ProFlorist
**„Ich bin seit über 15 Jahren Floristin und weiß genau, was es bedeutet, ein kleines Blumenfachgeschäft zu führen: enge Margen, volle Verantwortung und viel unsichtbare Arbeit hinter jeder einzelnen Lieferung.
Gleichzeitig war ich Mitgründerin und Managerin eines großen Online-Blumennetzwerks und habe über Jahre hinweg mit internationalen Floristen-Netzwerken in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika gearbeitet. Ich kenne diese Systeme von innen – ihre Abläufe, ihre Anforderungen und den Druck, den sie auf lokale Floristen ausüben.
ProFlorist ist aus dem Wunsch entstanden, ein Modell zu korrigieren, das im Laufe der Zeit begonnen hat, von Floristen zu profitieren, statt sie zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass kreative Arbeit und Lieferung anerkannt werden müssen, dass jede Bestellung persönlich sein sollte und dass Floristen direktes Lob von ihren Kunden verdienen.
Mit ProFlorist erhalten Floristen nicht nur lokale Aufträge, sondern können deutschlandweit liefern, Bestellungen an andere Floristen im Netzwerk weitergeben und gleichzeitig andere lokale Betriebe stärken. Zusätzlich steht ihnen ein vollständiges Managementsystem zur Verfügung – für Aufträge, Rechnungen, Lager und Organisation, alles direkt über das Smartphone.
Heute mehr denn je braucht es ein System wie ProFlorist: fair, transparent und im Interesse der Floristen aufgebaut – nicht auf ihre Kosten. Es ist Zeit, dass Floristen ihr Vertrauen in sich selbst, in den Wert ihrer Arbeit und in ein Modell zurückgewinnen, das ihren Erfolg nicht bestraft, sondern unterstützt.“**
— Ioana Dosinescu, Mitgründerin ProFlorist
Nicht Online ist das Problem – sondern fehlende Fairness
Floristen in Deutschland sind weder überholt noch unwirtschaftlich.
Sie sind schlicht müde davon, in Systemen zu arbeiten, die ihren Wert nicht widerspiegeln.
ProFlorist ist keine Kampfansage.
Es ist eine bewusste Entscheidung für:
- Online-Bestellungen – aber fair
- Sichtbarkeit – mit Namen und Identität
- Digitalisierung – ohne Selbstaufgabe
Für immer mehr Floristen ist ProFlorist daher keine Alternative mehr, sondern der nächste logische Schritt.
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