Schutz von Blumenkulturen in den Niederlanden und Afrika: Wie funktioniert es in der Praxis?
Floristen auf der ganzen Welt möchten gesunde Blumen anbieten, frei von Schädlingen und mit einer langen Haltbarkeit in der Vase. Dazu verwenden sie IPM (Integrated Pest Management = Integriertes Schädlingsmanagement) – einen Plan, mit dem das Auftreten von Krankheiten und Insekten verhindert, die Kulturen überwacht, natürliche Lösungen eingesetzt werden (Räuber, Fallen), während chemische Mittel die letzte Option bleiben. Die Ergebnisse sind sichtbar: In den letzten Jahren ist der Einsatz gefährlicher Stoffe weltweit um über 50–90 % gesunken. Immer mehr Bio-Lösungen kommen auf den Markt, und die Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika beschleunigt deren Einführung.

Floristen auf der ganzen Welt haben dasselbe Ziel: den Kunden gesunde Blumen und Pflanzen ohne Krankheiten oder Schädlinge anzubieten, die in der Vase möglichst lange halten. Um dies zu erreichen, wird ein Plan von Integrated Pest Management (IPM) – integriertes Schädlingsmanagement – eingesetzt, der den Fokus auf Prävention und natürliche Lösungen legt, während chemische Behandlungen nur als letzte Lösung angewendet werden. Dennoch bleibt das Thema sensibel und oft von Mythen umgeben, und öffentliche Debatten verbinden Fakten, Meinungen und Ängste.
Erklärungen der im Artikel verwendeten Begriffe:
- IPM (Integrated Pest Management) – intelligenter Pflanzenschutzplan, basierend auf Prävention und natürlichen Lösungen, mit Chemikalien nur als letztes Mittel.
- MPS / GLOBALG.A.P / Fairtrade – internationale Zertifizierungen, die garantieren, dass die Blumen verantwortungsvoll, mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt produziert werden.
- Wirkstoffe – die Hauptbestandteile im Pestizid oder der Behandlung, die direkt gegen Schädlinge oder Krankheiten wirken.
Wie wird Pflanzenschutz angewendet?
Pflanzenschutz dient dazu, Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten zu verhindern und zu bekämpfen. Ein IPM-Plan bedeutet strikte Hygiene, die kontinuierliche Überwachung der Kulturen und den Einsatz von natürlichen Fressfeinden oder Fallen, bevor chemische Substanzen eingesetzt werden. In der Europäischen Union ist IPM für alle zertifizierten Produzenten verpflichtend. Ebenso halten in Kenia und Äthiopien über 80 % der Anbauer dieselben internationalen Standards ein, was eine höhere Transparenz und Vertrauen in der Lieferkette schafft.
Regeln und Unterschiede zwischen Europa und Afrika
Obwohl das Prinzip dasselbe ist – die Substanzen müssen wirksam und sicher für Menschen, Tiere und die Umwelt sein – unterscheidet sich ihre Zulassung von Land zu Land. In Europa erfolgt die Bewertung durch EFSA, und jeder Staat, wie die Niederlande durch das Ctgb, kann zusätzliche Regeln hinzufügen. In Kenia wird der Prozess von Pest Control Products Board (PCPB)überwacht, und in Äthiopien von Plant Health Regulatory Directorate (PHRD). In allen Fällen halten sich die Landwirte an die EU-Listen und globalen Standards (GLOBALG.A.P, MPS, Fairtrade), und die Nichtbeachtung führt zum Verlust der Zertifizierungen.
Konkrete Ergebnisse im Gartenbau
Die Blumenzüchter haben den Einsatz schädlicher Substanzen erheblich reduziert:
- In den Niederlanden ist der Einsatz der schädlichsten Substanzen seit 2015 bei Topfpflanzen um 96% und bei Schnittblumen um 88% gesunken;
- In Kenia beträgt der Rückgang seit 2019 58%;
- In Äthiopien liegt die Reduktion im gleichen Zeitraum bei 56%.
Diese Zahlen bestätigen, dass die Floristik große Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft macht, mit Produkten, die durch unabhängige Analysen und strenge Zertifizierungen geprüft werden.
Eine grüne und transparente Zukunft
Floristen auf der ganzen Welt, sei es in Europa oder Afrika, übernehmen die Verantwortung, die Umweltauswirkungen zu verringern und die Blumen sauber und sicher für die Verbraucher zu erhalten. Neue Bio-Produkte zum Pflanzenschutz entwickeln sich schnell, und die internationale Zusammenarbeit beschleunigt deren Einführung. Durch Transparenz, Innovation und Kooperation baut die Blumenbranche eine nachhaltigere Zukunft – ein Modell, dem auch die Floristen in Rumänien folgen können, um den Anforderungen der modernen Kunden gerecht zu werden.